Hofgut Uhenfels

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Auf dem Hofgut Uhenfels züchten wir seit 2005 hornlose Rinder der Rasse Fleckvieh in Mutterkuhhaltung

Zucht:

Mitte des 18. Jahrhunderts, war auf der Schwäbischen Alb, im damaligen Königreich Württemberg, der damalige Alb-Schlag die vorherrschende Rinderrasse. Dieser Alb-Schlag war rot gedeckt mit weißem Bauch und dem heute noch für das Fleckvieh charakteristischen weißen Kopf mit teils rotbraunen Augenflecken und einem unpigmentiertem Flozmaul. Ab 1830 wurden die ersten „Schweizer Schecken“ und „Simmentaler Rinder“ aus dem Berner Oberland in das heutige Biosphärengebiet Schwäbische Alb importiert, um den lokalen Alb-Schlag zu verbessern. Durch die Kreuzung des ursprünglichen Alb-Schlags und weiterer Württembergischer und Badischer Landschläge mit Bullen aus dem Simmental entstand die heutige Rasse Fleckvieh. Als Geburtsstunde dieser Rasse kann die Gründung des 1. Herdbuchs 1866 in Meßkirch angesehen werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Rasse Fleckvieh, die Rinderrasse mit dem höchsten Genanteil des ursprünglich auf der Schwäbischen Alb vorhandenen Landschlags ist.

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Ursprünglicher Alb-Schlag

Quelle Foto: Gottfried Averdunk, Alfons Gottschalk, Maximilian Putz, Ewald Rosenberger: Fleckvieh – Entwicklung zu einer Weltrasse. Arbeitsgemeinschaft Süddeutscher Rinderzucht- und Besamungsorganisationen e.V. (Hrsg.). BLV, München 2001

Unser Zuchtziel ist neben den rassetypischen Zuchtzielen vor allem ein ruhiger Charakter, viel Körperlänge und eine ausgeprägte Bemuskelung der Keule.

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Marcellus vom Uhenfels
Sieger der Süddeutschen Fleischrindertage 2011
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Weide vom Hochsitz Richtung Trailfingen

Unsere heutige Herde basiert auf unseren Bullen Prilo PP, Roshil P, und Maximilian PP. Wenn Sie Interesse am Erwerb von Zuchttieren haben nehmen Sie mit uns Kontakt auf: 0179/6953481


Tierhaltung:

Die Mutterkuhherde auf dem Hofgut Uhenfels lebt in einem natürlichen Herdenverband. Die Kälber bleiben bis zu einem Alter von 7-9 Monaten bei Ihren Müttern. Durch die Versorgung der Kälber mit Ihrem natürlichen Nahrungsmittel, der Milch, können sich die Kälber optimal entwickeln.
Nach 7 – 9 Monaten werden die Kälber, die dann Absetzer genannt werden, von Ihren Müttern getrennt. Der Grund der Trennung ist, dass eine Kuh einmal im Jahr ein Kalb bekommen sollte. Um eine natürliche Regeneration des Euters zu fördern, sollte dieses daher in einem Zeitraum von 1 – 3 Monaten nicht durch besaugt und dadurch die Milch entzogen werden. Die Absetzer werden dann nach Geschlecht getrennt weiter aufgezogen.

Unserer männlichen Tiere werden dann entweder mit ca. 12 Monaten als Zuchtbullen an andere Mutterkuhhalter verkauft oder mit 14 -18 Monaten geschlachtet.

Unsere weiblichen Tiere werden entweder ebenfalls mit 14 -18 Monaten geschlachtet oder weiter bis zu einem Alter von 18 – 22 Monaten aufgezogen. Mit diesem Alter werden diese dann das erste Mal von unserem Zuchtbullen gedeckt, und in die Gruppe der Kühe integriert. Die erste Kalbung erfolgt dann dementsprechend in einem Alter von 27 – 31 Monaten.

Von April bis November weiden die Tiere ausschließlich auf extensiv genutzten Flächen. Dabei achten wir darauf, dass auf allen Weiden auch schattige und windgeschützte Bereiche vorhanden sind. In dieser Zeit fressen die Tiere ausschließlich die gesunden Kräuter- und Gräser unserer Schwäbischen Alb. Lediglich etwas Viehsalz steht Ihnen zur freien Aufnahme zur Verfügung. Genveränderte Futtermittel werden bei uns selbstverständlich nicht verfüttert.

Neben der Rinderhaltung hat hier natürlich auch die Kulturlandschaftspflege Ihren Stellenwert. Ca. 30 % der Flächen des Uhenfels befindet sich in Hanglage. Eine maschinelle Bearbeitung ist daher nahezu ausgeschlossen. Würden unsere Rinder diese Flächen nicht freihalten, würden diese innerhalb kürzester Zeit verwildern. Eine im Biosphärengebiet Schwäbische Alb vielleicht einmalige Besonderheit pflegen wir dabei auch. Eine Waldweide in der uralte Buchen, Eschen, Ahorn und Eichen stehen und die schon seit Jahrzehnten mit Rindern beweidet wurde. Daraus entwickelte sich ein ganz eigener Charme dieser Fläche.

Ab November sind die Tiere in einem Offenstall. Dieser Stall ist mit sogenannten mehreren Funktionsbereichen konzipiert. Das bedeutet, dass ein Teil des Stalls als Liegefläche mit ausschließlicher Stroheinstreu und ein Teil als befestigter Lauf- und Fressbereich angelegt ist. Die Vorteile eines solchen Stalls sind vor allem in der Gewinnung von Gülle aus dem befestigten Lauf- und Fressbereich als auch in dem weniger verschmutzten Liegebereich zu sehen. Im Winter erhalten unsere Rinder eine Ration aus Grassilage und Heu, welches ebenfalls aus dem Biospärengebiet Schwäbischen Alb stammt. Die Düngung unserer Flächen erfolgt ausschließlich mit unseren wirtschaftseigenen Düngern Gülle und Festmist.

Da unsere Tiere alle ohne Hörner geboren werden, erübrigt sich für uns das sowohl für das Tier als auch für den Tierhalter unangenehme enthornen der Kälber.

All unsere Bestrebungen im Bereich der Tierhaltung auf dem Hofgut Uhenfels haben das Ziel eine möglichst artgerechte und tierfreundliche Lebensumwelt für unsere Tiere zu schaffen.


PICT0070.gif Mutterkuhk.jpg Mutterkuh1.gif


Vermarktung:

Neben der Zuchttiervermarktung, werden die weiblichen oder männlichen Rinder im Alter von 14 - 18 Monaten geschlachtet und das Rindfleisch verkauft. Da uns die Fleischqualität am Herzen liegt, setzen wir hier an verschiedenen Punkten an:

  1. Die Rasse Fleckvieh weist nach Untersuchungen des Leibniz-Institut für Nutztierbiologie, Dummerstorf, in den Fleischqualitätskriterien pH- Wert nach 36 Stunden, Marmorierung und Scherwert im Vergleich zu anderen Rinderrassen gute Werte auf.

  2. Unsere Rinder bekommen ausschließlich Gras, Heu und Silage aus dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb zu fressen. Im Sommer garantieren wir Weidehaltung.

  3. Stressarmer Transport zu den Schlachtstätten. Unsere Tiere sind an Menschen gewöhnt und können daher leicht verladen und transportiert werden. Alle Schlachtstätten sind uns bekannt, liegen in einem Umkreis von 15 km und führen eine für die Tiere möglichst stressarme Schlachtung durch.

  4. Wir garantieren Ihnen eine mindestens 10tägige Fleischreifung am Knochen. Unser Fleisch kann daher als trocken abgehangen bezeichnet werden. Der Rindfleischkenner weiss dies zu schätzen.

  5. Der größte Einfluss auf den Genusswert von Rindfleisch hat die Zubereitung in der Küche. Hier haben wir zwar keinen Einfluss mehr, diskutieren aber gerne mit Ihnen.

Das Fleisch unserer Uhenfelser Weiderinder können Sie im Hofladen des Sonnenhof in Wittlingen erwerben. Fragen Sie nach dem nächsten Verkaufstermin: 07125/ 937823.

Wenn Sie das Fleisch zubereitet als z.B. Rostbraten oder Carpaccio genießen wollen, dann besuchen Sie einen unserer Partnergastronomen, das Hotel Graf Eberhardt in Bad Urach oder den Gasthof Herrmann in Münsingen.

Haben Sie auch Interesse das Fleisch unserer Uhenfelser Weiderinder als Partnergastronom auf Ihrer Karte anzubieten? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf: 0179/6953481. Wir machen Ihnen gerne ein Angebot.

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